05 Sep

Aktive Veredelung (Zollverfahren)

Was ist die Aktive Veredelung (im Zollwesen)?

Bei der Aktiven Veredelung  werden Nichtgemeinschaftswaren importiert und in das Verfahren 51 überführt. Der Import erfolgt mit der Absicht die Waren nach dem Einbau in die eigenen Produkte wieder zu exportieren. Beim Export werden die verbauten Komponenten aus dem Bestand reduziert und die Zollschuld ist eingespart und braucht nicht gezahlt werden. Damit ist es stark Export orientierten Unternehmen möglich durch dieses Zollverfahren viel Geld einzusparen.

Voraussetzung dafür ist eine entsprechende Bewilligung des zuständigen Zollamtes. Es gibt zwei Spielarten der Aktiven Veredelung:

  1. Nichterhebungsverfahren (AV/S): Hier wird beim Import kein Zoll gezahlt. Wird die Importierte Ware in einem AV Produkt exportiert bleibt die Ware Zollfrei. Wird innerhalb der Frist kein Export getätigt wird durch die Globalisierung der abgelaufen AV Bestand in den freien Verkehr überführt. Dabei werden zur Zollschuld zusätzlich die Ausgleichszinsen für die abgelaufenen Bestände fällig.
  2. Verfahren der Zollrückvergütung (AV/R: Bei dieser Spielart wird wie beim normalen Import die Zollschuld direkt beim Importprozess fällig. Wird mit der Importierten Ware ein AV Produkt gebaut und exportiert kann zu diesem Zeitpunkt die entrichtete Zollschuld wieder eingefordert werden.

Die zweite Variante wird in naher Zukunft abgelöst und es wird nur noch das Nichterhebungsverfahren geben.

Wichtig bei der Aktiven Veredelung sind die Produktionsstücklisten die maßgeblich daran beteiligt sind das die AV korrekt abgerechnet wird. Aus diesem Grund ist vor der Einführung der AV eine umfassende Prüfung der Stücklisten notwendig.

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